Der Begriff Jesuslatschen ist nicht gerade schmeichelhaft und bezeichnet eine besondere Form von Sandalen. Diese Sandalen, die als Jesuslatschen bezeichnet werden, bestechen durch ihre doch sehr einfache Ausführung.
Ihren Boom erlebten die Jesuslatschen, die auch Römersandalen genannt werden in der Hippiezeit, aber auch die 68er – Generation, die Aktivisten der Anti - AKW – Bewegung und die Blueserszene der ehemaligen DDR waren begeisterte Anhänger dieser äußerst bequemen und leichten Schuhform. Lange bestanden die Jesuslatschen oft nur aus einfachsten und billigsten Materialien wie Kunststoff, Gummi oder Kunstleder.
Der Schuh verfügt über kein Fußbett, nur über eine Sohle, die mit Hilfe von drei Riemchen, welche man durch Schnallen regulieren kann, mit dem Fuß verbunden wird. Auch heute ist diese Form der Sandale immer noch sehr beliebt, eben weil sie so bequem ist und man mit ihr auch mal weitere Strecken zurücklegen kann ohne, das gleich die Füße schmerzen.
Gerade eben weil der Beliebtheitsgrad dieser Schuhform ungebrochen ist, wird die Römersandale mittlerweile auch aus hochwertigeren Materialien gefertigt. So gibt es die Jesuslatschen also nun für jeden Geldbeutel bzw. für jeden Geschmack, ob nun ganz rustikal in braunem Leder oder knallig bunt – der Kultschuh hat sich ohne Frage dem breiten Markt angepasst und bedient mit der dadurch gewonnenen Vielseitigkeit unterschiedlichste Kundenklientel.
Trotz der Beliebtheit des Schuhs ist der doch recht negativ und spöttisch klingende Begriff: „Jesuslatschen“ an dieser Sandalenform hängen geblieben. Bezeichnend für die Jesuslatschen ist natürlich, dass der Schuh in seiner Ursprungsform, ein absolutes Unisexmodell ist und von Frauen und Männern gleichermaßen getragen werden kann.
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